ORBAN HAT RECHT!

Viktor Orban hat am 16. September in Budapest vor Kirchenvertretern eine Rede gehalten, die von der linksliberalen Presse in Westeuropa hemmungslos skandalisiert wurde. Der Grund ist wie oft in solchen Fällen schlicht der Umstand, daß Viktor Orban tabuisierte Wahrheiten klar und gut begründet vorgetragen hat.

Eine englische Übersetzung der Rede ist hier zu finden: http://abouthungary.hu/speeches-and-remarks/viktor-orbans-address-at-the-congress-of-the-federation-of-christian-intellectuals/. Ich empfehle jedem die Lektüre. Viktor Orban ist nicht nur ein Politiker, sondern ein politischer Denker. Und er hat Recht mit allem, was er sagt.

Die Rede beginnt mit grundsätzlichen Überlegungen zum Verhältnis von Politik und Christentum. Politische Parteien, auch christliche Parteien, beteiligen sich natürlich nicht an theologischen Debatten und behandeln keine Fragen des Glaubens, verteidigen aber die Grundlagen unserer Existenz, die ihren Ursprung wiederum im Christentum haben. Diese Grundlagen sind nach Orban: Die Würde des Individuums, die Familie, die Nation. Es ist die Pflicht der Politik, diese Lebensgrundlagen zu verteidigen.

Das Christentum ist der Untergrund, in dem alle europäischen Kulturen wurzeln. Die in Europa herrschende Politik aber greift genau diesen Untergrund an. Er soll aufgelöst werden, damit der Baum der europäischen Kultur seinen Halt verliert und dann, so Orban, „die Holzfäller“ auf dem Plan erscheinen können. Im Gegensatz zu den tonangebenden Politikern der EU benennt Viktor Orban deutlich die geistigen Grundlagen der europäischen Kultur und erklärt seinen Willen, dieses Europa verteidigen zu wollen. Er entfaltet eine reichhaltige und selbstbewußte Vorstellung von Europa, die anders als die blutleeren Konstrukte der Brüsseler Technokraten als tragende Idee eines neu zu errichtenden europäischen Staatenbundes taugen könnte.

Als Viktor Orban auf die Europäische Union zu sprechen kommt, stellt er zunächst fest, wie die EU-Länder üblicherweise kategorisiert werden: Mitglieder der Währungsunion / Nichtmitglieder der Währungsunion, Nettozahler / Profiteure, Nordländer / Südländer. Eine weitere offensichtliche, gleichwohl tabuisierte Einteilung aber ist die Einteilung in Länder, die de facto zu Einwanderungsländer geworden sind, und Ländern, die nicht zu Einwanderungsländern geworden sind und auch nicht zu Einwanderungsländern werden wollen.

Die Einwanderungsländer bestimmen die offizielle EU-Politik. Sie verteidigen ihr Recht, Migranten aufzunehmen, und sprechen den anderen Ländern das Recht ab, ihre Grenzen zu schützen und keine Migranten aufzunehmen. Orban beklagt, daß speziell gegen Ungarn eine internationale Diffamierungskampagne gefahren wurde mit Horrorbildern vom Grenzzaun und tendenziösen Berichten. Viktor Orban dagegen kritisiert die Migrationspolitik der EU scharf, aber sachlich. Sie ist seiner Auffassung nach falsch, weil sie den Mehrheitswillen der europäischen Völker mißachtet. Sie ist falsch, weil wir damit die Probleme der Entwicklungs- und Krisenländer importieren und ausweiten, anstatt sie durch Hilfe vor Ort zu lösen. Orban spricht auch deutlich aus, was niemand hören will, nämlich, daß führende EU-Staaten sich an der Destabilisierung Syriens und der Bombardierung Libyens beteiligt und damit die Flüchtlingsströme erst erzeugt und ihnen den Weg nach Europa freigemacht haben.

Schließlich, und dieser Abschnitt ist der Beste in der ganzen Rede, geht Orban darauf ein, welche geistigen Grundlagen die Länder, die zu Einwanderungsländern geworden sind, von den Ländern, die keine Einwanderungsländer sein wollen, unterscheiden. Die Länder, die zu Einwanderungsländern geworden sind, haben sich dem internationalen Liberalismus verschrieben, in den anderen dagegen Ländern herrscht ein Souveränitätsdenken in Verbindung mit der christlichen Soziallehre. Das politische Denken des Liberalismus wird deutlich als das Grundübel des Westens identifiziert. Und so ergibt sich die Gegnerschaft zu George Soros, der mit seiner „Open Society Foundation“ genau jenen Liberalismus fördert, der den Völkern Europas ihren Selbstbehauptungswillen raubt. Dabei handelt der Großspekulant George Soros nicht ganz uneigennützig, und genau das bringt Viktor Orban unverblümt zur Sprache. Nur zu verständlich, daß ein George Soros daran kein Interesse haben kann.

Fazit: Viktor Orban hat in einer luziden Gesamtbetrachtung die tieferen geistigen Grundlagen, aber auch die materiellen Interessen hinter der aktuellen Masseneinwanderung benannt und hat seinen Willen zum Widerstand bekräftigt. Die getroffenen Hunde haben tüchtig gebellt, wir aber sollten uns davon nicht beeindrucken lassen und Viktor Orban die Hand reichen. In einem Punkt nur verdient er Widerspruch: Orban glaubt, daß die Länder, die zu Einwanderungsländern geworden sein, dies nicht rückgängig machen können. Ob es uns Deutschen gelingt, wissen wir nicht, wir arbeiten aber daran. Das aktuelle Gerede über ein Einwanderungsgesetz ist gefährlich. Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz nur als Gesetz gegen, aber nicht als Gesetz für Einwanderung. Davor aber brauchen wir ein großangelegtes Remigrationsprogramm. Ungarn ist kein Einwanderungsland, Deutschland aber auch nicht!

Erstellt von: Patriotische Plattform

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